Dicht soll's schon sein!

Laut Bebauungsplan ist für Häuser in Hain ein Satteldach oder Walmdach mit einer Dachneigung von 25-30 Grad Dachneigung zugelassen. Der Raumgewinn eines Dachstuhls steht allerdings bei der angestrebten Passivhausbauweise in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten. Wir haben daher auf diesen Raumgewinn verzichtet. Glücklicherweise gibt es kluge Bauämter und eine ebenso vorausschauende Rechtsprechung, die entschieden haben, dass eine Photovoltaikanlage in ebenjener "Dachneigung" genehmigungspflichtig ist. So wird unser Dach von der Außenansicht also ein herkömmliches Satteldach sein, die hermetische Hülle wird aber deutlich flacher.

Konstruktiv ist also ein Flachdach mit einer Neigung von 2° bzw. 4° die Grenze zum Firmament. Diese Neigung sorgt dafür, dass das Wasser nicht auf unserem Dach stehen bleibt, sondern in eine Zisterne abfließt, aus der wir die Toiletten und die Waschmaschine versorgen. Die Dachneigung wird man allerdings von außen nicht wahrnehmen, da eine waagerechte Attika den Abschluß bildet. Bei dem Wort Flachdach mag manch einer schaudern, der die Erfahrungen der Bungalowbesitzer aus den 70er Jahren gehört hat. Doch heute ist man entscheidend weiter. Anstatt ordinäre Dachpappe zu verlegen, werden heute moderne Kunststoffe verbaut. Das Material der Wahl ist Alwitra, eine 1,2 mm dicke Kunststoffbahn.

Auf diese Kunststoffbahn wird ein Fließ gelegt, welches mit Kies beschwert wird. Damit wird sichergestellt, daß keine mechanischen Einwirkungen die Folie vorzeitig undicht werden lassen. Die Befestigung der Stahlträger, welche die PV-Anlage tragen, werden mit einer überlappenden Konstruktion aus Alwitra und Zinkblech abgedichtet

Galerie Dach

das Dach sieht aus wie ein Swimmingpool
Stahlträger der PV-Anlage


       

Für die Verarbeitung dieser HighChem-Dachbahn zeichnet der Dachdeckermeister

Stephan Schüller
Remagen-Oedingen

verantwortlich. Er schwört auf dieses Material, denn es läßt sich gut verabeiten - ohne offene Flamme, was bei einem Holzhaus natürlich ein besonders beruhigendes Gefühl gibt. Außerdem es ist sogar wurzelfest, und er versichert uns, dass wir damit mindestens 30 Jahre sorgenfrei sein werden.

Doch nicht nur die Dachbahnen, auch die Abschlüsse aus Zinkblech auf der Attika sowie die Abdichtungen am Keller hat er perfekt verarbeitet. Das KnowHow, dass er sich durch ständige Weiterbildung sichert und die Sorgfalt bei jedem seiner Handgriffe, werden uns ein trockenes Haus bescheren.

Stephan Schüller
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